Abnehmen durch Sport

Bewegung lässt die Pfunde purzeln

Der Entschluss, lästige Speckfalten und überflüssige Pfunde endlich los werden zu wollen, impliziert bei vielen Menschen den Gedanken: „Ich esse einfach weniger und was ich esse, muss vornehmlich fett- und kalorienarm sein!“ Man verschreibt sich dem Verzicht auf kulinarischen Genuss, der mit zunehmender Dauer des Abnehmvorgangs jedoch zum gnadenlosen Motivationskiller mutieren kann. Welches Leckermäulchen verzichtet gerne auf frische Pizza oder Schokopudding? Niemand!

abnehmen-sportUnd das muss auch nicht so sein! Häufig fehlt der bzw. dem Abnehmwilligen der Gedanke: „Du musst dich mehr bewegen, mehr Sport machen, dann klappts auch mit den Abnehmen.“ Stichwort: Faulheit! Oft fehlt die Motivation, sich zwischen Beruf oder anderweitigen Tagesverpflichtungen noch zu sportlicher Betätigung zu überwinden. Doch prinzipiell gilt: Sport erleichtert das Abnehmen – definitiv!
Selbstverständlich sollte man behutsam beginnen. Gleich die Belastungsgrenzen testen zu wollen, ist sicherlich der falsche Ansatz. Lieber zunächst etwas weniger machen und das Training kontinuierlich steigern. Ein guter Beginn wäre beispielsweise: Jeden Abend abwechselnd 20-30 Minuten locker Laufen und Fahrradfahren, mit 1-2 Erholungstagen pro Woche. Anfangs immer streng nach der Devise: Weniger ist Mehr! Ansonsten kann es rasch zu Überlastungen kommen, auf die der Körper mit ständigen Muskel- und Knochenschmerzen reagiert. Insbesondere stark übergewichtige „Abnehmer“ sollten auf einen kontrollierten Trainingseinstieg achten.

Das Wichtigste in den ersten Wochen ist das regelmäßige lockere Training: Ob lockeres Laufen, Walking, Radfahren oder auch Schwimmen. Die Bewegung, vorzugsweise an frischer Luft ist zunächst das, worauf es ankommt. Der Körper gewöhnt sich an den Rhythmus, man fühlt sich wohler und insgesamt aktiver. Des Weiteren verbessert die regelmäßige Bewegung den Stoffwechsel. Die Verdauung fällt leichter und der gesamte Organismus kommt besser in Schwung. Diese Tatsache führt letztlich zu ersten Abnehmerfolgen, wobei die Ernährung vor allem in dieser ersten Phase noch eine sehr wichtige Rolle spielt. Man sollte es mit dem Essen eben nicht übertreiben, muss aber auch keineswegs vollständig auf Genuss verzichten. Die drei täglichen Mahlzeiten können ruhig üppig sein, solange sie sich in einem gewissen Rahmen bewegen.
Nach einigen Wochen regelmäßigen Trainings und ersten Verbesserungen, kann die Bewegungsintensität dann gesteigert werden. Läufe über 45 Minuten oder eine Stunde auf dem Rad sollten belastungstechnisch nun drin sein. An Wochenendtagen kann durchaus auch zweimal täglich trainiert werden: Besonders effektiv kann beispielsweise ein 30 bis 40-minütiger Lauf nach dem Frühstück sein, der den Stoffwechsel des gesamten Tages verbessern kann. Dazu eine Stunde Radfahren vor dem Abendessen. Dieses muss dann auch nicht frei sein von Genüssen, Pizza, Spaghetti oder leckeres Dessert sind keinesfalls verbotene Sünden. Das Geheimrezept für effektives Abnehmen ist also nicht das berühmte Kalorienzählen oder das zwanghafte Vermeiden von Fetten. Viel sinnvoller, angenehmer und nachhaltiger ist ein regelmäßiges Sportprogramm im Rahmen einer zwanglosen und genussvollen, jedoch nicht übermäßig zucker- und fetthaltigen Ernährung.
Ein weiterer positiver Effekt des regelmäßigen Trainings ist der damit verbundene Muskelaufbau. Dadurch wird der Grundverbrauch des Körpers gesteigert, sprich das Gegessene wird zur Versorgung des Körperhaushalts genutzt und endet nicht als Futter für die Speckfalte an der Hüfte. Außerdem fühlt man sich durch die Bewegung einfach wohler und bekommt ein besseres Körpergefühl.
Wer abnehmen will, sollte sich demnach nicht nur auf die Einschränkung des Essverhaltens konzentrieren, sondern diese Einschränkungen unnötig machen, indem man sich selbst motiviert: „Ich muss mehr Sport machen!“ Diese Erkenntnis macht das Abnehmen leichter – für Körper und Seele!

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